The Prophecy

Eine deutsche WoW-Gilde


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 Betreff des Beitrags: Zersus - das Buch!
BeitragVerfasst: Di 1. Aug 2006, 11:02 
Neuling
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Ich habe mich von dem Universum Warcraft inspirieren lassen, drum kann es passieren, das am Anfang viele Dinge euch bekannt vorkommen werden. Fakt ist, das es nicht in Welt von Warcfraft spielt. Also bitte keine ansprachen von wegen „es war aber ganz anders“ halten. Wem es nicht gefällt der braucht dies auch nicht weiter zu lesen.

Kritik und Anregungen bitte hier hinein posten:

http://www.the-prophecy.org/forum/viewtopic.php?p=2673#2673



Zersus

Kapitel 1


Die widerlichen Gerüche dieses Waldes lagen schwer in der Luft, ein ganz leichter Wind wehte zwischen den Bäumen und versuchte diese zu verdrängen. Müsste man diese Gerüche beschreiben, würde ich sie als süßlich-bitterer Gestank erkennen, als ob der Wald im sterben lag, etwas gammelte unter der Erde. Ich frage mich, ob es an meiner Anwesenheit lag ,dass hier solche eine Totenstille ist. Kein Rauschen der Bäume, keine Vögel, keine Tiere die durch die geschlossene Dunkelheit streiften, nur dieser Gestank. Ich glaube dieser Wald hat große Angst vor mir, schon erschreckend, wenn man bedenkt, was sich hier in den letzten Tagen abgespielt haben muss. Alles hier sieht so geschändet und kaputt aus.
Und dann war da noch was. Ich konnte etwas wahrnehmen, es war magischer Dreck und Abfall. Dieser entsteht nur bei unheimlich großen Mengen unsauberer Magie, doch fliegt hier so viel davon rum, man könnte meinen es greifen zu können.
Sehr unnatürlich.
Diesmal war ich aber nur auf der Durchreise. Wollte Niemanden was Böses.
Nur weg oder zumindest an einen anderen Ort. Weit weg von meinen Erinnerungen.
Ein kleines Feuer zwischen zwei umgefallenen Bäumen war zur Rast schnell gezündet, und ich rieb mich an seiner Wärm.

- Diese zwei Stolzen wurden mit unheimlicher Brutalität und Kraft zum Einsturz gebracht, das Wurzelwerk ragte halb raus und der Stamm war keinen vollen Meter über der Erde durchgebrochen wurden. Tiefe Einbrennungen in Form einer Hand waren im Stamm zu erkennen. -

Die Kälte und Hitze konnte mich also immer noch Berühren? Sehr interessant. Bestimmt hätte ich es noch interessanter gefunden, wenn ich die Kälte nicht so sehr gehasst hätte! Damals wie heute.
Meine letzte Mahlzeit lagt Tage her, es schien, dass es sich auch nicht so bald ändern würde. Hier in diesem Wald sahen die Tiere alles andere als Gesund aus. So was würde ich niemals in den Mund nehmen, obwohl man nie weiss wozu der Hunger einen treiben kann. Er hat schon so manch einen anderen Wanderer in den Wahnsinn geschickt. Bevor ich so etwas verspeise, reisse ich lieber einen Menschen der des Weges kommt.


~

Ein knirschen, direkt hinter mir.
“Hallo guter Mann darf ich bitte zu dir ans Feuer?”
Zitterte eine Stimme hinter mir.
“Geh weg!” zischte ich zurück ohne mich umzudrehen, immer noch auf das Feuer starrend.
“Bitte guter Mann, mir ist kalt, ich habe großen Hunger und dieser Wald ist gefährlich ein Feuer würde die Wilden Tiere sicherlich fern halten.”
“ICH bin auch einer dieser Gefahren!”
“Ich habe Brot und etwas Wasser, ich gebe es euch. Bitte lasst mich ans Feuer. Ich friere. Diese Kälte hier ist so unnatürlich.”
Recht hatte er, verfluchter Wald! Was ist hier nur vorgefallen?
Er hasste sie also auch, die Kälte. Ich versteckte meinen Arm im Mantel und zog die Kapuze übers Gesicht. Zuckte mit dem Kopf Richtung Feuer.
Die Person setzte sich mir gegenüber und musterte mich.
“Bitte Herr, hier etwas Brot.”
Das Brot war steinhart, verfault, dreckig und etwas grün. Mit einem Ruck warf ich es weg. Die Person zuckte vor Schreck zusammen.
“Sieh her” sprach ich.
Meine Hände fingen an hell zu leuchten, immer darauf achtend, dass sie im Mantel bleiben. Mit ihnen formte ich ein Objekt in die Luft und ein kleines surren ging von ihnen aus.
Vor seinen Augen erschuf ich eine Stulle Brot und eine Flasche voll mit frischem Wasser. “Iss das! An deinem Brot würden sogar Tote noch mal sterben”
Er stürzte sich auf diese Stulle, normales Brot, wirklich nichts Besonderes. Es macht einen nicht wirklich satt, weil es magischen Ursprungs ist, aber so kann man das verhungern leicht herauszögern. Nun war meine Zeit gekommen den ungebetenen Gast zu mustern, ganz vorsichtig schielte ich aus der Kapuze.
Der Mensch war keine 18 Winter alt. Sehr zerlumpt, hatte Dreck im Gesicht und war gehüllt in eine graue Robe mit einem Umhang, welcher bestimmt mal bunt war. Nun nur noch dreckig. Seine Stiefel sind bis oben hin voll mit Schlamm. Die Spitze ist eisenbeschlagen, der Rest Leder.
Dann war da noch der Geruch den er mit sich trug, er roch nach zartem, frischem, rosa, Fleisch. Verwundert über mich selbst frage ich mich: An was dachte ich da nur bloß? Die Gedanken wichen einfach nicht, sein Fleisch ist bestimmt noch sauber und rein.
Ich muss mich fangen! Ich kann doch kein Kind fressen. Oder doch? Was bin ich ein Monster!? Dass ich an so was überhaupt nur denke! Lange konnte ich diesen Geruch sicher nicht ertragen, nicht bei dem Hunger den ich verspürte. Und dann wäre es auch noch so einfach, er hätte keine Chance, keiner würde es sehen. Ich würde schon damit klar kommen oder? Diese Gedanken machten mir Angst und ich drehte mich schnell zum Feuer, versuchte was anderes zu erschnüffeln. Als mir mit Abstand der widerlichste Geruch in die Nase gefallen ist, denn ich bis jetzt kannte.

~

Plötzliches krachte es hinter meinem Rücken, Äste gaben nach! Ein Gebrüll! Ich sprang auf. Dreh mich in der Hocke, führe meinen rechten Arm unter dem Linken und stoß ein Kältekegel aus. Stürze im selben Augenblick über eine Wurzel zurück. Eine Riesengestallt von einem Bär hat sich vor mir aufgebaut. Schock gefroren. „Doch konnte das nicht lange halten, ich hatte kaum Zeit um ihn festzufrieren“ - sammelte ich meine Gedanken - . Im selben Augenblick haut eine Pranke nach mir, ich rolle zur Seite. Noch eine Pranke. Eine Rolle rückwärts. Ich sprang auf und mach eine halbe Drehung mit offener Hand Richtung Angreifer. Alles um mich herum fror fest. „Noch so ein Nova und ich habe bald gar keine Kraft mehr“. Schnell rannte ich auf Abstand. Forme mit meinen Händen einen roten Ball. Der Bär war wieder frei und rannte auf mich zu.
Mit der meiner Rechten warf ich ihn. Beim verlassen meiner Hand fing dieser sofort Feuer und man hört nur noch die Flammen im Winde rauschen. Der Feuerball schlug auf die Brust des Bären ein. Knochen bersten. Sein Brustkorb öffnete sich, der Bauch, die Gedärme hingen raus. Etwas viel auf den Boden.
Der Bär sprang mich an, ich komme nicht umher mich zu fragen – „wieso lebt er noch?!“ -
Mit einem schnellen Sprung stand ich rechts neben dem Bären. Öffnete meine rechte Faust zu einer flachen Hand und hielt sie Richtung Bärenkopf. In einer kleinen Explosion gab sein Schädel nach.
Ein Teil flog weg, der Bär stand noch. Er taumelt auf zwei Beinen auf mich zu.
„Was für ein perverser Gestank!“ - dachte ich -. Als ob er schon lange tot wäre. Kurz vor mir fiel der Schwarze zur Seite. Atmet ein letztes Mal ein und aus. Mein Herz raste, was war das? Noch voll mit Adrenalin konnte ich kaum zur Ruhe kommen, ich zündete mir ein Ast an, wollte den Bären näher bescheinen.
Seine Augen waren ganz glasig, es trat Schleim raus, es schien fast so, als ob er weinen würde. An der Seite hatte er tiefe Wunden, Bisswunden, Schnittwunden diese stammen ganz sicher nicht von mir. Er stank so sehr das ich mich etwas freute nun den kleinen Menschen nicht mehr riechen zu müssen.
„Der kleine Mensch!“ – rief ich mir das Schwein ins Gedächtnis –
Ich rannte schnell zurück zum Feuer.
Er lag hinter einem Baumstamm zitternd, wahrscheinlich noch unter Schock.
Geistesabwesend beuge ich mich über ihn vor. Als er plötzlich zu schreien anfing.
“Du! Du bist ein ....” Ich holte Schwung mit meiner linken Faust und knallte ihm eine.
„Ich weiss was ich bin! Ich muss es nicht noch von einem rosa Schwein gesagt bekommen!“ – Spie ich aus - Leider traf der Hieb härter als ich geplant hatte. Er verlor das Bewusstsein. An diese neue Kraft musste ich mich erst noch gewöhnen.

~

Gegen diesen Gestank musste was unternommen werden, zu einem macht er mich Verrückt, zum anderen lockt er gleich sämtliche Fleischfresser an.
Der Umhang des rosa Schweins war voller Blut des Bären, scheinbar ist etwas von den Innereien drauf gelandet. Ich riss diesen schnell runter, schmiss ihn in die Luft und meine offene Handfläche begrüßte ihn im Flug. Jetzt wo ich wieder etwas zur Ruhe gekommen bin, stellte ich fest, dass der Wald versteift war. Nichts regte sich, kein Wind, kein Rascheln, keine Bewegung nur das brennende Feuer knackte.
„Böses Zeichen, ganz böses.“ - dachte ich - Etwas ist auf den Weg hier her, sonst würde der Wald nicht in so eine Höllenangst verfallen, und kein Mucks mehr von sich geben ich war mir sicher das wir in Gefahr schwebten. „Schnell um den Bärenkadaver kümmern“, er muss verschwinden für ein Loch graben bleibt keine Zeit. Was tun? Der Mensch kam wieder zu sich. Ich dreh mich in seine Richtung:
„Keine Angst, hätte ich dich Fressen oder töten wollen, wärst du nicht mehr aufgewacht.“ Er guckt mich mit großen Augen an und stottert etwas zurück.
„Was willst du dann?“ „Was ICH will? Du bist zu mir ans Feuer gekommen Wurm!“
Der Versuch meinem Hunger und meiner Wut Herr zu werden wurde durch Kriegsrufe unterbrochen. „Was ist das?“ „Keine Ahnung, aber lass uns von hier verschwinden, SCHNELL!“

~

Der Magier packte den zerlumpten Menschen bei der Hand und riss ihn mit sich. Im Nacken konnte man blitzende Äxte erkennen und ein Gebrüll das weder von Mensch, noch Tier kommen konnte. Äste schlugen den Beiden ins Gesicht, keine Zeit für Luft holen, oder das Herz schlagen zu lassen.
Die Beiden rannten über Wurzeln, Steine, Stöcke, Pfützen und Erdlöcher als ein lautes Pfeifen den Wald erfüllt, es regnete Pfeile auf die beiden Flüchtlinge nieder. Einer schlug in die Linke Schulter des Magiers ein, doch dieser schien davon nicht wirklich beeindruckt zu sein und zerrt den kleinen Mensch hinter sich her, immer noch mit seinen Kralen in seiner Hand fest gekrallt. Als beide auf eine kleine Lichtung kommen strahlen die Sterne am Himmel und der Mond verräterisch nieder, der Mond betrügte die beiden mit seiner Vollständigkeit und starkem Schein. Mit aller Kraft zerrt der Magier an der Hand den jungen Burschen er zog ihn vor sich, so schnell, dass der Andere ins Humpeln kam. Doch konnte der Lump sich noch fangen.
„Lauf um dein jämmerliches Leben!“ Brüllte der Magier mit einer Stimme, die er von sich selbst noch nicht kannte und ihm selbst einen Schrecken einjagte. Tief und kalt ausgehaucht, mit einem geisterhaften Echo untermalt. Keine Zeit zum Nachdenken.
Trommeln und den Mob im Nacken laufen beide einer Klippe entgegen, die viel zu tief ist, als irgendwer oder irgendwas diesen Sturz überleben würde.
Mit unheimlicher Geschwindigkeit sprang die magische mysteriöse Gestalt nach oben, drehe sich um seine eigene Achse hielt sich mir der linken Hand das rechte Handgelenk fest und öffnete die rechte Hand zu einem flachen Todeswerkzeug. Auf der Verfolgerseite ging plötzlich einer in Flammen auf und fiel brüllend aufs Gesicht.
Jetzt erst konnte er erkennen welche Form die Verfolger hatten.
Sie Waren pelzig, zweieinhalb Fuß groß, hatten Bärenköpfe aber menschliche Laufmuster, der Körper bestand aus Muskeln, Fell, Waffen und Leder. An den Füssen und Händen große, lange Krallen. „Dort ist ein Abgrund, wir können nicht runterspringen!“ Aus der Drehung raus landete der Magier und rannte weiter.
Dieser Sprung kostet ihn viel Energie und zwei weitere Pfeile in Brust und Bein.
Beim Rennen streckte er den rechten Arm raus, packte das schreiende Schwein und sprang mit ihm in den aus Menschenaugen sicheren tot. Der Mond leuchtete in den Abgrund, ein Wald aus Tannen und Pinien, der unaufhaltsam ihnen entgegen kam. In der Luft zog der Magier eine Feder mit der Linken aus der Innentasche und hielt diese vom Körper nach links weg. Die Feder schlug und vibrierte in der Luft. Seine Hand fing langsam an zu scheinen, nur kurz bis das Leuchten auf die Feder übersprang. Mit einem bremsenden Ruck blieben er und der Mensch mitten in der Luft und schweben Federleicht zu Boden. Die Feder aber stürzte schwer wie ein Stein zu Boden, pfeifend schlug sie auf die Äste auf, brach diese mit ihrem Gewicht durch und schlug ein großes Loch in den Boden.
Für eine Feder war es relativ groß, dort könnte ein Hund Platz finden.
Der Mensch öffnete seine Augen als er auf der Schulter des Magiers lag und wurde kreidebleich, als er sah in was für einer Höhe sie schwebten.
Pfeile folgen den beiden hinunter, doch kann man ihren Flug mehr mit einem Fallen in die Tiefe vergleichen. Die Flucht vor dem Mob scheint gelungen. Beide landen auf einem Baum und springen den Rest federleicht runter.


~

„Warte, ich heile dich!“ der Mensch entpuppte sich als Priester, ohne dass ich das aussprechen konnte was ich sagen wollte, erfüllte mich eine Säule grellem Licht von unten nach oben. Meine Haut bekam Beulen, die wuchsen und platzen, ein Teil meiner Haut fing Feuer, schmolz oder wickelte sich. Kurz vor dem Umfallen sprang ich auf diesen Idioten zu, er murmelte so was wie: „Aber das versteh ich nicht, normalerweise ….“ Egal was er sagte, diesmal wollte ich einfach nur seine Dummheit mit meiner vollen Schlagkraft rausprügeln.
Der Hieb landete mitten auf der Stirn, der kleine flog wie ein Furz im Wind durch die Luft. Landete kurz vor einem Baum auf den Rücken. DAS war einfach zu viel des Guten.
Ich fühlte wie mein Körper vor Erschöpfung aufheulte. Muskeln brannten, und die Knie wurden weicher. Das Schweinchen stand auf und sah mich an. Scheinbar war ich doch nicht mehr so stark.
„Alles in Ordnung bei dir? Du siehst so schlecht aus.“ Kamm mir das rosarote Fleisch näher und näher. Sein Geruch in der Nase, der bis oben hin ins Gehirn wanderte mich betört und umgarnte stand ich kurz davor ihm die Kehle durchzubeißen. Mich dem Fleisch zu ergeben. Ein Taubheitsgefühl strömte durch meinen Körper.
Einige Sinne ließen nach, einige wurden schärfer.
Gerüche intensiver, der Körper tauber und ich hätte schwören können das Laub fallen zu hören.
Ich stand mit vorgebeugten Oberkörper die Arme nach unten baumelnd, ganz kurz davor die Kontrolle über mich zu verlieren. Bilder verschwammen vor meinen Augen, Stimmen wurden dumpfer und leiser. Die Atmung wurde schwächer und länger. Die Sinne stumpften wieder ab. Ein kleiner Schrei drang durch, etwas rannte vor meinen Augen weg, ich fühlte mich dem Ende nah und ergab mich meinen Trieben und Instinkten.

Als plötzlich ein starker Ruck von hinten mein Bild kurz wieder schärfer werden ließ. Nach unten blickend sah ich vier lange schwarze Krallen aus meinem Bauch heraus guckend. Kein Schmerz, nur Wut - unbeschreibliche Wut - und den Geruch von Blut in meinem Kopf sprang ich von der Pranke runter, dreh mich um, packe diese Missgeburt am Hals, kassiere noch eine Pranke ins Gesicht. Welche mir ein Auge rausriss, kein Schmerz, nur das Aufheulen eines toten. Wilden. Missstücks! Der sein eigenes Blut gurgelte und dessen Hals sich dem Feuer aus meiner Handfläche ergab. Blut spritzte in mein Gesicht. Dunkelheit umhüllte mich, totale Stille.

~

Als ich wieder meinen ersten Gedanken fassen konnte war ich umgeben von vollkommener Dunkelheit. Ich spürte nichts, schwebte körperlos in einem leeren Raum und konnte meine Gestallt nicht manifestieren. Das letzte woran ich mich erinnern konnte war der Sturz und ein wilder Idiot der nun im Dreck liegen müsste.
War ich endlich tot? Doch wo war das Ende aller Dinge? Als ich so vor mich hin philosophierte, konnte ich nicht umher mich zu fragen wie ich bloß in solch eine Scheiße geraten konnte, und versuchte mich zurück zu erinnern ab wo diese Geschichte ins Rollen kam. Zum meinem Erstaunen erinnerte ich mich noch ein jedes einzelne Detail, ja selbst meine Denkweisen …

~

… als ich im Nichts lag erinnerte ich mich mit gemischten Gefühlen – sogar heuet noch - an die Vergangenheit. Vor allem an die, die mich zu dem gemacht hat was ich heute bin.


Kapitel 2


Eine unruhige kalte See schlägt mehrere Fuss hohe Wellen, der Mond taucht das Wasser in flüssiges Silber, welches von links nach rechts zu schwappen scheint.
Die Luft peitscht den Regen gegen ein Schiff der könglichen Garde welche am weiten Horizont mühsam versucht vorranzukommen. Das Schief ist monströß! Es hatte mehrer Stockwerke, Kanonnen, in die man hätte eine Kuh reinladen können, das Ruder hatte die größe eines Scheunentores. Dieses Schiff faste mehrer tausende Soldaten, hunderte Pferde, Kanonen, ja das gesammten Jahresfest von Brill und Stratholm hätte Platz in diesem Schiff gefunden. Nur in ganz wenigen Fenster war Licht, als leuchten konnte man das nicht bezeichnen, mehr so ein glimmern, die Öllampen brannten auf Sparflamme, es ging zur Neige mit unseren Vorräten. Auf dem Deck stand ein Mensch gehüllt in eine Robe und versunken in Gedanken sich über die Rehling beugend.



"Mir ist schlecht", ich konnte damals tagelang an nix anderes mehr denken. Mein Magen rebellierte.

Ich erinnere mich ungern an diese verdammte See, sie war unglaublich kalt und viel zu Essen hatten wir auch nicht mehr. Nichts woran man sich hätte aufwärmen können, zumindest nicht für das normale Soldatenvolk. Wer hätte damals schon geahnt dass diese Reise so lange dauern würde? Es schien mir, dass die Natur uns versuchen würde uns von dieser Insel weg zu drücken, mit aller Macht und allen Mitteln.
Wir hatten das volle Programm, Gegenwind, fest gefrorene Segel, riesen Kraken, Löcher im Rumpf das einlaufende Wasser hat unser Fleisch ungenießbar gemacht.
Wellen die jedes normale Schiff schon längst zum sinken gebracht hätten standen uns entgegen.
Die Kälte bohrte sich durch die Haut, bis zu den Knochen und wenn der Gegenwind seine höchsten Geschwindigkeiten erreichte, hatte man das Gefühl das Fleisch würde von den Knochen abfallen. Unsere geistige und körperliche Verfassung wurde immer schlechter. Solche extremen Temperaturen, kaum Nahrung und keine Vitamine konnten einen Soldaten bereits vor der Schlacht in den sicheren Tot schicken. Das Essen hätte nur noch zwei maximal vier Tage gehalten, wenn wir die Rationen noch mehr aufgeteilt hätten.

Wir nahmen das damals aber alle gerne auf uns, rund ein viertel unserer Streitmacht waren freiwillige, die dem Prinzen folgten.
Es ging damals um unser Land, und bei vielen um ihre Familie, Freunde, Kinder und viele Menschen die sie zurück gelassen hatten. Dies traf auf mich nicht unbedingt zu, aber die Menschen selber waren der Grund. Für die Menschheit? Wem lüge ich hier eigentlich was vor, natürlich hatte ich einen Grund!

~

Nicht nur das es kalt war auf so einem Schiff, es war auch unglaublich langweilig.
Irgendwann hatte man alle Bücher durch - zwei mal - , kannte von fast jedem an Bord den langweiligen Lebenslauf und wusste genau was man machen würde wenn man nicht hier wär. Doch so hatte man auch Zeit um sich die „unschönen“ Dinge im Leben auf zu zwingen. Ich verbrachte Tage damit meine Kleidung zu pflicken die seit dem letzten Kampf fast zerfetzt wurden! Meine schöne Robe, sie war so teuer, kostete mich zu ihrer Zeit einen gesamten Monatslohn!

~

Ich kann mich noch gut an die Streitgespräche mit dem Schneider erinnern, der immer so schneidern wollten, wie es bei Hofe gerade erwünscht war, und nie so wie ich es wollte! - dieser Bastard - Immer musste ich mir andere Schneider suchen, welche die sich trauen würden, ihren Namen in die Robe zu nähen. - was so üblich war, eine Robe ohne den Namen des Schneiders galt als geklaut schließlich wuchsen sie ja nicht auf Bäumen –
Bei dem Versuch selber eine zu schneidern, wäre ich damals wahrscheinlich an all den Nadelstichen verblutet. <lach>
Bis heute versteh ich nicht was an einer pechschwarzen Robe mit roten Fänden ausgestickten Wildrosen Muster auszusetzen war. Die Robe sah in meinen Augen sehr schön und einzigartig aus. Ein hoch stehender Kragen, der ebenfalls rot, schwarz verziert war, wirkte beeindruckend. Auf dem Rücken hatte ich einen Phönix. Der Phönix war mein persönliches Zeichen für die Vorliebe am Feuer. Er war mit rotem, gelbem und weissem Faden genäht, der Stoff der Robe war eine Mischung aus Seidenstoff und Magiestoff.
- Damals konnte ich mir keine Robe vollständig aus Magiestoff leisten, von Runenstoff ganz zu Schweigen ein Ballen Runenstoff kostete mich mehr als ich besaß! -

~

Wenn ich heute so drüber nachdachte, wünschte ich mir lieber einen Streit mit einem Schneider, als hier im nirgendwo „zu sein“.
Nun ja, damals hatte ich genug Zeit um mich der Reparatur zu widmen, leider war ich ein sehr schlechter Schneider und hatte es nach einer Weile aufgegeben. Ich gab es an meinen letzten guten Freund weiter, er war der bessere Schneider von uns beiden. Aulrich. Zugegeben ein sehr ungewöhnlicher Name für ein Zwerg, aber er hatte auch einen sehr außergewöhnlichen Beruf für ein Krieger. Er sagte immer „Schneidern ist eine feine Sache, es entspannt und Mann bekommt den Kopf frei, außerdem hat mich meine Frau vor Jahren verlassen, ab dort fing alles an, Kochen, Schneidern und so weiter ...“
Tja hätte er seiner Frau nicht ständig das Bier weggesoffen, wer weis vielleicht wären sie noch immer ein Pärchen.
Beim Kochen aber war ich meisterlich, es hatte immer viel Spaß gemacht mit den Kräutern und verschiedenen Gewürzen zu experimentieren. Wenn sie mir Aulrich nicht “aus Versehen” wie er immer sagte weg geraucht hätte. Er habe in die falsche Tasche gegriffen sagte er. <lach> Und wo er einmal die scharfen Pilze erwischt hat, seine brennenden Nasenlöcher haben ihm das sicherlich bis heute noch nicht verziehen! <lach>
Ich erinnere mich da zum Beispiel auch an die zahlreichen versuche eine gute Schildkrötensuppe zu kochen, bis mir damals mein Meister sagte, dass man nicht die Flossen verwenden darf, sondern nur das Fleisch das knapp unter dem Panzer sitzt. Dafür hätte ich in töten sollen, an statt des er es früher rausrückt.
Aber das war eine ganz andere Geschichte...

~

Als Schiffskoch konnte ich sagen das uns sehr bald die Gewürze ausgehen würden.
Von dem Fleisch das wir eingepackt hatten, mal ganz zu schweigen.
Ein Glück hatten wir so viele Angler an Bord zu denen ich auch zähle, so konnten wir zumindest das verhungern auszögern. Wenn man sein halbes Leben auf dem Schiff verbringt, wirft man schon die ein oder andere Rute ins Meer.
Doch seit Tagen nur denn selben Fisch, trieb mir schon Selbstmordgedanken in den Kopf. Zumindest konnten sich die paar Alchimisten auf einige wenige Besonderheiten freuen die wir aus dem Meer gezogen hatten, welche man gänzlich nicht verspeisen konnte oder auch durfte, es seiden man legte es darauf an, Tage lang an die Toilette “gebunden“ zu sein.

~

Neben dem Kochen an Bord, verzauberte ich die Waffen meiner Mitstreiter, großartiges konnte ich damals noch nicht, aber es ist besser als nix und wieso sollte der Staub seiner Zeit in meinem Rücksack nur rumliegen, da verwende ich den lieber. Zusätzlich versuchte ich mich selber im Formel schreiben, es ist echt nicht einfach und sehr Zeit aufwendig. Die Resultate waren oft mehr als schlecht. - Oder auch gefährlich, wir der eine Hammer von Aulrich, der plötzlich zurückschlug -
Aber an Zeit mangelte es mir nicht, seit dem letzten Kampf damals konnte ich nicht mehr ruhig schlafen. Also versuchte ich es gar nicht erst.
Jedes Mal, wenn ich die Augen geschlossen hatte, riss mich die Kälte aus dem Schlaf oder wieder diese Bilder, die ich einfach nicht mehr loswerde.
Untode, überall Untode Ghuls, sie verfolgen mich, jagen mich, sie kratzten und bissen, ihre zugefügten Verwundungen enden meistens mit starkem Fieber oder gleich dem Tot. Die Soldaten die die Schlacht überlebten wussten nicht, ob der Speichel in ihrem Blut sie die Nacht überstehen lassen würde, oder sie bald das Zeitige segnen würden. Dieses Fieber endete meistens tödlich. Die Ärzte verschwiegen das aber immer. Und all das träumte ich fast jede Nacht.

~

Manchmal träumte ich von Jaina, mir damals wohl wissend das dies immer nur Träume bleiben würden, sie war damals für einen normalen Hofmagier wie mich unerreichbar. Die Magier von Dalaran hatten ihren eigenen Kopf alles was nicht von ihrem Schlag war, war ihrer meistens nicht würdig. Zwar waren diese Magier sehr mächtig, wussten viel und waren überaus intelligent aber was den Kampf anging, hatten sie keine Ahnung. Woher auch?
Doch Jaina war anders. Was für eine wunderbare Frau sie doch war, gebildet, weise, intelligent, freundlich und wunderschön. Ich glaube sie mochte mich auch.
Lange Lagerfeuerdiskussionen waren an der Tagesordnung. Die Unterhaltungen über Arcaneknoten und die Vor- und Nachteile gewisser Elementarerpräsenzen gehörten zu den Sachen, mit denen man die Nacht zum Tag machen konnte. Ich hoffte damals sie wieder zu sehn, wenn wir zurück gekommen wären. Und meine Studien am Feuerelementargeist weiter zu führen, Jaina und ihr Meister sind ausgezeichnete Eismagier, und beherrschten ihre Elementare. Ich bin da immer mehr so der Außenseiter ich glaubte nach wie vor da dran, dass man das Feuer ebenfalls so beherrschen könnte wie sie das Eis; ohne sich dabei zu verbrennen.
Ich hätte es ihr und mir zu der Zeit gerne bewiesen. Dieses hätte ich nur hinter den Wänden von Dalaran gekonnt. Sie hatten einfach die dafür benötigten Artefakte und Räume. Die Gedanken an sie und meine Feuerstudien waren eines der wenigen Sachen, die mich auf diesem Schiff warm hielten.

~

Der Glaube an der Richtige zu tun und der Treuschwur an meinen Prinzen entrissen mich ihrer Nähe.
Artuhs stritt sich damals mit Uther und von da an ging er sein eigenen Weg. Aber er ist der Sohn vom König und einer der talentiertesten Paladine die der Königshof seit langem vorgebracht hatte. Eventuell wollte das Schicksal es ja so? Unter Umständen musste er diesen Weg gehen um uns alle zu retten? „Er würde es schon richten“ dachte ich früher immer, „er würde die Geisel vernichten und alles würde wieder so sein wie es sein sollte. Uther würde ihm verzeihen, und mit der Empfehlung von meinem Prinzen hätte ich die Chance in die Akademie von Dalaran aufgenommen zu werden. Und dann hätte ich es allen bewiesen, das Feuerelementar!"

Wie naiv ich doch war.
Heute weis ich es besser.

Die fast eingefrorene Gestalt ging wieder nach unten. Es war mittlerweile Nacht und Sie musste versuchen etwas Schlaf zu finden. Der Holzfussboden war eiskalt, die Kälte ging durch die Schuhsole hindurch über die Füsse nach oben. Und von oben fiel die eiskalte und nasse Luft herunter, die den Atem bereits in der Lunge zum gefrieren brachte. Die Luft bannte sich ihren Weg durch jeden einzelnen Boden des Schiffes bis in die Schlafkabinen.


Ich beschloss damals ich würde meinem Prinzen bis in den Tot folgen. Ich glaubte daran, dass er alles was er kann für sein Volk tun würde.
ER allein war unsere letzte Hoffnung, glaubte ich...

~

Ich ergab mich in jener Nacht dem Schlaf der Gerechten. Und träume einen Traum, den ich damals am liebsten wieder erlebt hätte. Es war eine Errinerung an eine Nacht. – wie würde sie wohl heute reagieren, wenn sie mich so sehe? -

~

Das Knistern eines Lagerfeuers, zwei Stimmen von Personen und die Laute der Natur waren in dieser Nacht die einzigen Geräusche die den Raum erfüllten.
– kein Kampf, war das schön eine Nacht nicht um sein Leben kämpfen zu müssen -
Ich und Jaina saßen zusammen am Feuer und philosophierten über Gott und die Welt. Wir unterhielten uns über den Sinn und Unsinn des Lebens, und über Gefühle ihre Kraft die sie auf uns Ausüben und was sie im Stande zu vollbringen sein.

Ein Vater, der sein Leben lang schwer und erlich auf dem Feld arbeitete um sich und seine Familie über den Winter zu bringen, was wäre er im Stande zu tun, wenn einer im diese Ernte klauen möchte? Wozu wäre eine Mutter in der Lage, die ihr Kind verteidigt? Gefühle sind es wert erforscht zu werden.

„Glaubst du an Liebe?“ fragte sie mich. Ich antwortete ohne lange zu zögern „Nein“ und hielt kurz inne um ihre Reaktion zu sehen, sie blickte mich leicht doof an, mit so einer Antwort hätte sie wohl nicht gerechnet. In ihren Augen stand der Wunsch nach einer erklären: „Ich glaube nicht an die Liebe wie sie die meisten aller Leute immer beschreiben“ sagte ich. „Ich glaube viel mehr an etwas weit tieferes und intensiveres, etwas was wir nur sehr indirekt wahrnehmen können, ich glaube an den Seelenfrieden oder anders gesagt Seelenliebe.“ Jaina blickte mich voller Interesse an und rückte näher, ein schönes Gefühl war das damals. Ich fuhr fort „Wenn sich zwei Personen treffen kommunizieren ihre Seelen mit einander, sie unterhalten sich und freunden sich unter Umständen mit einander an. Wenn sich die Seelen gut verstehen überkommt uns Menschen ein Gefühl des Friedens, Wohlfühlens und den Glücks. Wir sind glücklich, wenn der andere in der Nähe ist. Wir freuen uns jemanden wieder zu sehen.
Trennen sich diese Menschen fühlen sich unsere Seelen einsam an, sie trauern weil ihr Partner weg ist und vermissen diesen. Dieses spiegelt sich in unserem Empfinden auch wieder. Sehen sie sich wieder übergeben sie ihre Wiedersehensfreunde an uns, und wir empfinden das als Glück und Freunde jemanden wieder zu sehen.“
Sie unterbrach mich nicht, lauschte einfach weiter.
„Wenn die Seelen sich mit einander verbinden oder „verknoten“ und eine Trennung stattfindet, könnte der Verlust der Partnerseele den Tot der anderen und somit auch unseren bedeuten.“

„Wie sonnst spüren Liebespaare den Tot eines anderen über solch weite Distanzen? Oder wieso hört das „Liebeskummer“ auf, wenn der andere einem Nah ist, und man das selber noch nicht weis? Wieso schauen wir mach mal zu der Tür in voller Erwartung, das jemand bestimmtes reinkommt? Und es dann auch wirklich passiert?
Warum spüren wir manchmal was der andere denkt?“

„Und was fühlst du im Augenblick?“ fragte sie mich.
„Wohlfühlen und wunderschönen, kostbaren Frieden.“ antwortete ich.
Wir lehnten uns aneinander und beobachteten das Feuer, es bewegte sich wunderschön in der Luft. Wie gerne hätte ich sie richtig in Arm genommen und sie geküsst. Dieser Versuchung musste ich immer wieder aufs Neue widerstehen. Sogar im Traum. Doch konnte ich gewiss sein, das meine Seele ihren Frieden und ihr Glück in ihrer gefunden hat. Ich hatte das Gefühl das wenn wir sie sehen könnten, die beiden wie zu einer wunderschönen Melodie dem Sternenhimmel entgegen tanzten würden. Sich vom Wind und Feuer berühren lassen, würden sie die Ruhe dieser klaren Nacht genießen. Ich beneidete sie.

~

Ein lautes Knarren der Dielen riss mich wieder aus diesem Traum, und es fühlte sich an, als ob die Seelen so eben wieder auseinander gerissen wurden.

Nach diesem Traum stand ich auf, so gerne ich wieder hätte einschlafen wollen ich hatte Angst wieder zu träumen, ob es nun Untote waren, oder wieder das Böse erwachen.
Ich ging wieder rauf und sah die Sonne aufgehen, eine kurze Kopfrechnung sagte mir, dass ich diese Nacht wieder nur eine kleine Handvoll Stunden geschlafen hatte.

~

Diese Klinge die wir damals suchten Frostmourne, sie lagt auf dem Northrend Kontinent, ich spürte damals wie wir näher kamen, erstens wurde es immer kälter, und zweitens fühlte ich etwas sehr absonderliches, ich wusste damals nicht was es war, ich mochte es aber zu der Zeit schon nicht. Sehr beunruhigende Gefühle machten sich in mir stark. Ich fühlte ein großes Unheil auf uns zukommen. Heute wusste und weis ich noch immer nicht woher mein Prinz den Weg zu dieser Klinge kannte.
Am Ende des Horizonts konnte ich an dem Tag Land erkennen. Schneeweisse Berge die majestätisch und bläulich aus der Ferne entgegen stachen und blendeten.

"Land in Sicht !!!", mein Gott hab ich mich damals gefreut das endlich ausrufen zu können. Die Männer kamen aus ihren Kojen rausgerannt und der Späher der eigentlich Wache halten sollte kroch aus dem Ausguck, eingewickelt in dutzende von Decken und verschlafenem Blick.
Ich konnte es kaum noch erwarten meine Füße auf festen Boden zu stellen.
Das Schiff ließ den Anker runter und die Ausrüstung und alles andere wurde auf Boote verlagert, wir paddelten dem Land entgegen.

Kapitel 3

Das erste mal nach der langen Reise auf dem Festland war ... nun sagen wir mal,
anders. Mit einem Schwindelgefühl im Kopf, sich drehenden Magen, wandelndem Blick und wackligen Beine versuchte ich gerade aus zu gehen. Oder mir meine Schuhe nicht voll zu kotzen. Wahrscheinlich musste sich mein Körper erst wieder da dran gewöhnen, dass der Boden sich nicht nach links und rechts bewegte.
Die Kälte dort überstieg alles bisher erwartete, der Atem trat nur noch
als dichter weisser Rauch aus Nase und Mund, die Zähen fingen sofort an zu
gefrieren. Ich zitterte am ganzen Körper, meine Bekleidung war nicht mal
ansatzweise ausreichend für diese Temperaturen. Die Krieger schienen das
ganze aber noch eine ganze Ecke härter getroffen zu haben. Einzelne Ketten ihrer
Rüstungen froren von mal zu mal fest und waren somit unbeweglich, was
auch die Soldaten stark eingeschränkt.
Der kniehohe Schnee tat den Rest. Wir hatten "Windstille", zumindest flog
uns kein Schnee ins Gesicht, die Sonne schien hoch oben am Himmel,
allerdings prallten ihre Strahlen an dem dichten Schnee ab, und gingen im
Nirgendwo verloren.
Ein Glück hatten wir auch Zwerge an Bord, so konnte man den einen oder
anderen Lacher von sich geben, wenn einer von denn in einem Schneeloch
verschwand, und man eine sich bewegende und dazu noch fluchende
Schneedecke sehen konnte. Das Leid der Anderen, hatte mich schon damals
Zum Lachen gebracht.
Arthus beauftragte alle damit die Sachen aus den Boten ans Land zu
bringen, ein kleines Lager und ein großes Feuer zu errichten.

~

Einfacher gesagt als getan. Die Versuche einen Pfeiler oder etwas größeres
in den Boden zu hauen, scheiterten kläglich. Die Erde - so schien mir -
musste steinhart gefroren sein. Mir hätte es schon damals auffallen
müssen, das mit dem Boden etwas nicht stimmt. Zum Glück ist dies aber
nicht!
Zwei Späher wurden losgeschickt noch bevor alles von den Booten an Land
gebracht war, um sich ein Überblick für diese Gegend zu verschaffen. Sie
verschwanden hinter den schneebedeckten Hügeln. Drei Männer schleppten ein
paar Boote an Land, die auf Befehl klein geschlagen und im
zukünftigen Zentrum auf einen Haufen gestapelt wurden.
Ich sollte "mal Feuer machen". Für diesen Spruch hätte ich dem Soldaten
den Arsch in Kohle verwandeln sollen, aber was solls, wollte "mal nicht so
sein".
Ein zu starker Feuerstoss würde zu einer Explosion führen, eigentlich
würde alles zu einer Explosion führen was ich zu dieser Zeit konnte, ich
musste mir was einfallen lassen. Das Feuer in meiner Hand zu halten, ohne
dabei zu verbrennen, konnte und kann ich bis heute nicht. Magie Formen,
und wegstoßen weiter war ich da noch nicht. Ich formte beide Hände zu
einem Trinkgefäss zusammen, und versuchte irgendwie, irgendeine Form
Magischer Energie zu bilden. Fest durfte diese nicht sein, sonst geht der
Haufen hoch, Flüssig auch nicht, sonnst läuft es mir über die Hände beim
schmeißen.
Durch eine starke Konzentration und mehr Magie als Form, gelang es eine
sich bewegende, leuchtende Masse zu schaffen, die noch Kalt war, aber den
Eindruck vom flüssigen Feuer vermittelte. Alle Farben waren verträten,
gelb, rot, orange und ein hauch von schwarz kämpften um das Vorrecht
präsent zu sein.
Vorsichtig warf ich die halbfeste Masse Richtung der zertrümmerten Boote.
Wenige Meter vor dem Holzhaufen öffnete sich die Form und das Innere
ergoss sich wie flüssiges Eisen über dem Haufen. Es floss bis nach ganz
unten und zischte laut auf als es denn Schnee und das Eis traf. Der Haufen
fing sofort Feuer.

~

Die Metallheringe der Zelte ließen sich erhitzt und mit viel roher Gewalt
in den Boden hauen, die Zelte wurden errichtet. Nach wie vor, fühlte man
sich wie in einem Gefäß aus Eis, überall Kälte, Zähnnägel und Finger waren
mittlerweile völlig Gefühlstaub - Arbeit wärmte hier auch nicht auf - .
Ich ließ sofort alle meine Decken, Jacken und alles was ich hatte in mein
Zelt tragen. Als ein etwas Ranghöherer, musste ich die Übersicht behalten,
und konnte mich nicht mit rumtragen beschäftigen. Meins war keine 20 Fuß
vom großen Feuer entfernt, aber immer noch zu weit um die Wärme zu spüren.
Ich konnte nur das knacken der Ballen hören, etwas was mich an schöne
ruhige Stunden am Feuer erinnern konnte - wenigstens etwas -.
~
Die losgesandten Boten kamen wieder, als das Lager bereits vollständig
stand.
Rund 600 Zelte waren bis zu den Abendstunden errichtet worden.
Normalerweise können bis zu drei Mann in einem Zelt schlafen, ich ordnete
an, dass dies auf fünf erweitert werden soll. Über Nacht werden die schon
nicht schwul - zumindest wenn sie es noch nicht sind - viel wichtiger war
es, dass sie Nächte überleben.
Die restlichen paar hundert Zelte wurden teils zu Decken und vor allem zu
Böden geschnitten, denn der Boden war außergewöhnlich kalt und musste
mehr ausgelegt werden. Heute weiss ich auch wieso. Die Kundschafter hatten
eine "kleinen" Überraschung. Sie fanden weiter weg vom Lager einen guten
Freund vom Prinzen, er hieß Muradin Bronzebeard. Beide Verschwanden in den
Kommandozelten, keine Ahnung was dort besprochen wurde.

~

Die Zwergen Arme, welche mit Murdarin angekommen waren, hatten in etwa die
Selbe größe wie unsere. Ein paar von ihnen waren Jäger und schnappten sich
ein, zwei Soldaten . um mit ihnen jagen zu gehen. Etwas weiter östlich
hatten sie einen Wolfsbau, sowie eine weitere Heerde Robben südwestlich
ausgemacht. Die Größe dieser Eiswölfe war mehr als angsteinjagend, würde
dieses Viech ein Pferd reissen, würde es nicht satt werden.
Aulrich und ich traten derweil mit den anderen neuen Zwergen in
Verhandlungen, es ging um Leben und Tot - Zwergen Bier - zu meiner
Überraschung, wollten sie kein Geld ,sondern teilten es mit uns ohne
eine Gegenleistung zu verlangen. Sehr zuvorkommend.
Wir verstauten dieses in mein Zelt, ich muss noch dafür sorgen, dass alles
Essen von Bord an Land gebracht wurde.
Am großen Feuer saßen rund 20 Soldaten denen ich - auch wenn ungern -
einen Befehl aufs Auge drückte, sie sollen die Essensreste vom Schiff
rüber bringen, Aulrich sollte sie begleiten. Wenn einer sich über das
Essen hermachte, erschlagen.
Zeitgleich tauchte der Jagdtrupp wieder auf. Im Schlepptau zwei riesige
und tote Eiswölfe, zehn tote Soldaten, und mehrere Dutzend Robben.
"Die Wölfe waren gefährlicher als wir dachten" zitterte eine labile
Stimmte.
-"Geht euch ausruhen, die Anderen, wickelt die Toten in die letzten Decken
die wir haben, ab ins Wasser mit ihnen." Es dämmerte schon beträchtlich
und ich musste schnell handeln, wenn wir heute Abend noch was essen
wollen. Ich rief alle Köche zusammen: "Die Wölfe werden gleich gehäutet,
darum kümmere ich mich alleine. Wir haben aber absolut keine Zeit mehr
für ein Gericht. Die Robben werden in Stücke geschnitten, vorher kommen
die
Gedärme raus, Kopf zur Seite, in dieser Wanne werde ich gleich eine
Kräutermischung zusammen rühren. Die Fleischscheiben werden reingetunkt.
Eine Scheibe pro zwei Soldaten, und nicht mehr, das reicht auch so schon
nicht. Die können auf Speere gespießt werden und über den einzelnen
Feuern gebraten werden. Wer zu spät kommt, oder sein Anteil verkohlen
lässt ist selber schuld! OK zur Aufteilung. Ihr drei weidet sie aus. Die
Soldaten können sie zerhacken, der Rest hilft mir bei der Zubereitung der
Marinade."
Die Wölfe wurden den Soldatenvolk nicht zugänglich gemacht, ich habe
daraus mit dem restlichen Wein und Gewürz ein Steak für die obere
Befehlskette gemacht.
Mir und Aulrich sicherte ich natürlich noch zwei richtig dicke Brocken,
sie verschwanden unter der Hand, später in unserem Magen.

~

Alle Arbeit schien erledigt zu sein. Ich nahm die zwei Steaks unter dem
Arm und ging zu Aulrich rüber. Am Feuer sahen bereits viele Soldaten, die
vor dem schlafen gehen noch ein letztes mal draufblicken wollten. Als ob
sie ahnen würden, dass dies ihr letzter Abend sei.
"Na, bist du schon am Verhungern?"
-"Ja sicher, wenn ich hier ständig das Robbenfleisch über dem Feuer riechen muss."
"Hier, das warten hat sich gelohnt."
Das war das letzte mal das ich richtiges Feinschmeckeressen zu mir
genommen hab. Aulrich und ich hatten uns an diesem Abend mit Dunkelbier
betrunken. Oberkante, Unterlippe trifft es denke ich besser als einfach
nur "betrunken". Ich liebe das Zeug heute noch. Im Vollsuff gruben wir in
alten Errinerungen und tranken uns die Wärme wieder in die Glieder. Der
letzte Abend um das große Feuer war sehr amüsant, die Männer hatten nun
was Ordentliches zu beißen, Trinken und durch die paar Felle konnten sich
wenige den Boden etwas abdecken. Die Unterhaltung die ich und Aulrich
dabei geführt haben ... entsprach unserem Alkoholpegel:

-"Sal mal Aulllrich du *hiks* kannst ja immer noch aufrecht sittzen?"
"JOOAAR dadgeit mein Fleunt *röps* da geht noch mehr!!! Weissu noch damlas? In der Wölle der Hölfe?"
-"Hehe wie könnte ich das vergessen wir dachten damals wie hätten sie alle gelötet ..."
"JA wirr dachten nun harma sie, die würden nieiwieder Schafe schmeisen.."
-"Hahahaha *higs*"
"Dann kamm die Mama *higs* ... und dem Papa nach hause.... harhar"
-"Die wrn viermal so goß oder was, und wir hattn wiedel voll ll l ein ran"
"Jor die ham uns aberr auch den Arrsch aufgerrrissen ... harhar *hiks* "
-"Wir hattn jA mit den "Welpn" unsere schwilichteiten, aber das!! bo*hiks*aaa."
"Ja. JA! Und, und wir harten echt schon ein drran man weil wir uns diese Hölellele bereits ein oder zwei ..."
-"...Oder drei bis zwölf gegönnt hatten ... hahaha! *aufstoss**röps*"
"Das wa abeR auch gemügdlich, ein schönes Feuer und lekres jung Wölfsleisch..."
-"Da kon n nte man auch nich anders, haha!"
"Und was für ein "zufalllll" das ich BIER mithat? AHARHARHAR!" *auf den Schenkel hau*
-"Ein lück wird man in solchen exream sitzu ... sitzua .... sizuati ... situzionenen immer schnell wieder nüchtern."
"Du wurdest wiedeR nüch*hiks*tern?"
-"Du etwa nicht !?!"
Ein Soldat in der Runde stand auf und schrie rein: "PROST MÄNNER !!! Auf das wir heil angekommen sind, und heil wieder zu rück kommen!"
Ja Prost, ich glaube ich versuchte mir an diesem Abend meine Sorgen um
Jaina und mein Kummer sowie alle Probleme dieser Welt zu ertränken. - Blöd
nur das diese schwimmen können -
Ich kroch auf allen Vieren in mein Zelt und wickelte mich mit letzter Kraft in eine Decke.
An diesem Abend war ich glücklich. Ich war glücklich weil ich dachte, ich könnte bald nach hause zurück zu meinen Studien und zu Jaina. Nur noch
dieses Schwert finden und dann konnten wir zurück. Aulrich war glaube ich damals rückwärts vom Baumstamm umgekippt und in
dieser Position eingeschlafen. Sein schnarchen hallte durch unser Lager.

~

An den nächsten Morgen erinnere ich mich noch sehr gut. Der folgende Tag
sollte
meine Existenz für alle Zeiten bestimmen und Formen.

Ein "Wachmann" schrie damals vom Turm: "Untote! Untote greifen uns an!"

Von diesem Schrei erwachte ich wieder und stellte fest, dass die ganze
Welt sich endlich nur um mich drehte, - noch schnell übergeben - krabbelte ich
aus dem Zelt, was ich dann sah riss mich sofort in die nüchterne Realität
zurück.
Am Himmel tummelten sich pechschwarze Kreaturen mit roten Augen, großen
Reißzähnen und scharfen Krallen an den Flügeln und Füssen. Ihr Gekreische
hatte etwas Konfuses an sich, wenn eine Schallwelle auf den Boden traf,
verschwamm kurzfristig der Blick und ein leichter Schwindel ging durch
einen durch.
Ich sah diese Kreaturen zum ersten mal, doch konnte ich gewiss sein, dass
diese
eine ganze Ecke härter sein werden als die bisher bekannten Fußtruppen.
Durch unser Lager hallten die Alarmglocken, schreie und vereinzelte
Schüsse.
Von Norden und Osten brachen die Untoten- Fußtruppen durch die Zelte.
Große
Mäuler mit einem sehr starken Gebiss, spitzen Zähnen und Krallen, waren
ihre Hauptwaffen. Sie besaßen kaum Durchschlagskraft, aber genug um die
nackte Haut wie Papier zu zerreisen und die Wunden zu infizieren.
Sämtliches Fleisch an ihnen war verfault, sie stanken bestialisch und an
wenigen Stellen guckten die Knochen raus. Ihr Speichel war durch die
ganzen Bakterien in den Mäulern so giftig das die Männer nach einer
bereits gewonnen Schlacht immer noch daran sterben konnten. Sie waren
schnell, zwei Fuß groß, und hatten die Farbe von verfaultem Fleisch.
Mensch an ihnen war nur noch ihr Ursprung und der aufrechte Gang. Aulrich
bezeichnete sie immer als Brei, denn ein Hieb in dieses Konstrukt war wie
ein Hieb in Brei, wiederstandslose weiche Masse.

~

Der Angriff war sehr schnell und überraschend, das gesamte Lager schlief
fast noch, und wie es scheint sind die anderen Wachposten eben erst
erwacht.
Die Art und Weise wie sie uns damals angriffen deutet von einem bereits
vorher ausgearbeitetem strategischen Plan. Beim reinbrechen ins Lager
rissen sie die Zelte nieder, und griffen die Männer an die eben erst aus
den Zelten kamen, ohne eine Waffe oder Rüstung an Körper und Hand. Von
oben sah es bestimmt aus wie ein Schwarm Ameisen die über einen kleinen
einzelnen Käfer herfallen. Ich richtete mich auf und rannte dort hin wo
eins das große Feuer brannte, weitere Soldaten folgten meinen gebellten
Befehlen.
"Bewaffnen, Brustrüstung, Schild und Helme als erstes anlegen, in die
Mitte kommen, keine Zeit verlieren! LOS! LOS! LOS! LOS!"
Das Lager wurde von allen Seiten überfallen und bereits nach kürzester
Zeit war es zu 80% niedergerissen und überrannt. Die Männer ganz außen im
Lager, wurden sofort in Stücke gerissen, sie hatten keine Chance. Die paar
die sich eine Waffe und Schild schnappen konnten liefen zu der Mitte, wo
sich ein kleiner Kern gebildet hat der sich hastig ausrüstete. Leider
erreichten diese nur sehr wenige. Ich konnte beim Rennen in die Mitte
andere Beobachten, die neben oder hinter mir von der Welle erfasst und
zerfetzt wurden. Glück für die anderen, so konnte der Mob immer etwas
abgebremst werden, so krass dies auch klingen mag, aber es war Tatsache.
Ein Kopfloser Rumpf eines Magiers Blinkte sich neben mich, der Rest des
Körpers wurde wohl im Moment des Zaubers abgerissen. Er klatschte auf denn
kalten Boden, und lief aus wie eine Weinflasche.
Ohne eine Rüstung an, hatten die Männer nichts was sie den Zähnen und
Krallen entgegenbringen konnte. Die Guhls schnitten sich durch die Haut und die
Knochen wie durch Butter. In den Mittleren Zelten, die erst spät
erreicht wurden, konnten sich die Soldaten noch ausrüsten und ihre volle
Montur anlegen, diese bildeten eine Schutzwall um die Soldaten, die ihre
Rüstungen noch nicht ganz angelegt hatten, und die sich noch haben
anziehen müssen.

~

In dem Moment meines Eintreffens trafen auch die die Untoten auf die
Männer in der Mitte. Wer es bis dahin nicht mehr in die Mitte geschafft
hat, würde es auch nicht mehr.
Ich rang nach Luft als ich von den Soldaten außen durchgelassen wurde,
leider blieb mir absolut keine Zeit zum pausieren. Keine Ahnung wieso wir
noch gekämpft haben, der Tot war uns allen sicher. Eventuell wollte sich
keiner mit seinem Schicksal abfinden, oder nicht Kampflos aufgeben. Wer
weiss.

Es brachen immer wieder die Guhls durch diesen Wall und stürzten sich auf
die sitzenden und waffenlosen Männer. Mein Platz war eben in diesem Wall
und meine Aufgabe war es die durchgekommenen Guhls von den anziehenden
Männer fernzuhalten und ihnen Mut zu machen. "Keine Angst Männer! Was tot
ist, kann immer noch brennen!" Wir waren umzingelt, die Nordseite des
Lagers war vollständig überrannt und der Süden war nur noch eine Frage der
Zeit. Der Osten und Westen hat nur das Wichtigste und Nötigste aus den
Zelten geborgen und es in die Mitte gebracht. Aulrich erwachte mitten in
der Schlacht zum Glück aber in unserem Schutzwall, was der wohl gedacht
haben muss?

-"Aulrich, hier rüber! Komm, du musst die Lücke da schließen, Schnell"
Wie aus einem Traum riss er sich hoch und rannte in die Lücke, die in
unsere Verteidigung gerissen wurde. Gegen Aulrich und seine Plattenrüstung
konnte keiner durchbeißen, geschweigedenn kratzen. Dazu kam noch sein
geballte Kampfkraft mit dem Zweihandhammer aus Echtsilber, wenn er den
schwang stand nix mehr am selben Ort. Die meisten der Männer hatten
ihre schweren Rüstungen an, sie konnten zwar mit Aulrich seiner Platten
nicht mithalten, konnte aber vieles einstecken und nur die wirklich
kritischen Treffer durchlassen.

~

Von Ruhe war aber nix zu sehn, die Welle der Guhls wurde und wurde nicht
weniger, mittlerweile hatten sich auch die Beflügelten eingeschaltet,
ihren Zähnen war keine schwere Rüstung dieser Welt gewachsen. Aus dem Flug
heraus packten sie die Soldaten und bissen in sie hinein, ließen sie aus
voller Höhe in die Untoten Arme wieder fallen. Wenn sie nicht durch den
Biss gestorben sind, dann doch gewiss durch den Sturz oder die unzähligen
Angreifer. Einige wenige konnte ich vom Himmel schießen. Erst zu diesen
Zeitpunkt ist mit aufgefallen, das die Zwerge so wie unsere Anführer alle
verschwunden waren.
In dieser Situation glaubte ich sie alle tot. Ein Beflügelter rauschte an
mir vorbei, krallte sich Aulrich an den Schultern, biss ihm in den Hals,
und wollte mit ihm hochfliegen ,als er in einfach wieder fallen ließ.
"Du sau blödes Stück tote Scheiße, weist du eigentlich wie viel so ein
Zwerg in einer Plattenrüstung wiegt!? Scheinbar weist du nicht wie
stahlhart so eine zwergische Thoriumrüsstung ist, HAHA da kommen deine
Zähne nie durch. Hier! Friß meine 5te Axt du Missgeburt!"
Er riss sich eine Axt vom Rücken und warf diese fluchend wie eine
Marktmad dem Beflügelten hinterher und durchtrennte die Wirbelsäule, er
viel tot zu Boden.

"Keine Sorge Männer! Was tot ist, kann immer noch sterben!"
Er verfiel in einen Berserkerrausch, schnallte sich sein Baby vom Rücken
warf Schwert und Schild weg und rannte in die tobende Menge.

~

Ich sah, dass dies mein letzter Kampf sein sollte. Wir alle wussten,
dass wir diesen Kampf nicht überleben würden.
- bis auf Aulrich, im Rausch merkt der nicht mal einen Balista Bolzen im
Rücken -
Mein Hass und die Wut in mir stiegen auf ein noch nie in meinem Leben
erreichten Pegel an. Der letzte Mann neben mir wurde so eben von acht oder
dreißig - wer kann das schon so genau sagen - Untoten zerrissen, ich
konnte es nicht mehr erkennen. Der Schutzwall brauch wie ein Kartenhaus in
sich zusammen, dutzende, hunderte oder tausende Untote, ich weiss es nicht
mehr. Bewegten sich alle auf mich zu. Als letzter und letzter zu sterben
musste wohl das Los aller sein, die in der Mitte Kämpften.
Meine vermeintlich letzten Gedanken galten Jaina und der Überlegung wie
ich alle Untoten mit in den Tot reisen können. Für einen Augenblick blieb
die Zeit stehen.
An das was dann geschah kann ich mich noch sehr gut erinnern. Jeden
kleinsten Gedanken in dieser unendlichen andauernden Sekunde .

Ein inneres Feuer brannte in mit, viel mehr noch, es verbrannt mich, es
war so als hätte es einer in mich eingepflanzt. Mein Blut kochte, meine
Därme brannten ich fühlte mich wie ein Ofen. Mein Blick wurde ganz
verschwommen und ich erkannte die Untoten nur noch als schwarze Masse.
Jemand biss mir in den Arm, etwas anderes wurde mir in Rücken gerammt.
Mein aller letzte Gedanke galt Jaina,

~

Stille

~

_________________
It's me Merijin!
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